FAQ

  1. Wie wirkt sich die Arbeitslosigkeit auf die persönliche berufliche Vorsorge aus?

    Wenn Sie arbeitlos werden, treten Sie aus der Pensionskasse Ihres ehemaligen Arbeitgebers aus. Ihr Altersguthabnen wird als Freizügigkeitsleistung (FZL) in eine Freizügigkeitspolice oder ein Freizügigkeitskonto einbezahlt. Während eines Monats bleiben Sie noch für die Risiken Tod und Invalidität nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses bei der ehemaligen Pensionskasse versichert. Anschliessend wird der Vorsorgeschutz für Tod und Invalidität bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG fortgeführt (die Arbeitslosenversicherung gibt Ihnen die entsprechenden Informationen). Die Hälfte der Beiträge wird Ihnen vom Taggeld abgezogen, die andere Hälfte übernimmt die Arbeitslosenversicherung. Während der Arbeitslosigkeit werden keine Altersgutschriften geleistet. Das Sparen für das Alter setzt erst wieder ein, wenn Sie einen neuen Arbeitgeber gefunden haben. Falls die erforderlichen privaten Mitteln dafür vorhanden sind, können Sie die entstandene Lücke durch Einkäufe wieder auffüllen. Eine Weiterführung des Sparteils währe auch über die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zürich, möglich (www.chaeis.net).

  2. Welcher Teil des Lohnes wird BVG versichert?

    Das BVG versichert obligatorisch Jahreslöhne zwischen CHF 21'150.– und
    CHF 84'600.–. Höhere oder tiefere Gehälter müssen nicht berücksichtigt werden, können aber freiwillig miteingeschlossen werden.
    Um eine Leistungsüberschneidung mit der 1. Säule (AHV/IV) zu vermeiden,
    wird vom Brutto-Jahresgehalt der so genannte Koordinationsabzug von derzeit
    CHF 24'675.– abgezogen. Was übrig bleibt, nennt man den versicherten Lohn oder koordinierten Lohn.

  3. Welche Mitarbeitenden müssen Sie gemäss BVG versichern?

    Das BVG ist zwar obligatorisch, doch sind nach Gesetz nur Mitarbeitende mit einem Jahreslohn von über CHF 21'150.– (Eintrittsschwelle) zu versichern. Ab dem 1. Januar des Jahres, in dem das 18. Altersjahr erreicht wird, sind Invalidität und Tod versichert. Ab dem 25. Altersjahr ist auch das Alterssparen Pflicht. Dabei spart jeder Versicherte sein individuelles Vorsorgekapital an, welches bei Pensionierung in eine Altersrente umgewandelt wird. Die Beiträge müssen mindestens zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen werden.

  4. Was passiert bei einer Ehescheidung?

    Das Guthaben aus der 2. Säule wird im Falle einer Ehescheidung zwischen den beiden Ehegatten grundsätzlich aufgeteilt. Das vor der Ehe angesparte Vorsorgeguthaben wird nicht geteilt, sondern nur der Teil des Vermögens, welcher während der Ehezeit von beiden Ehegatten erworben worden ist.

  5. Wann ist eine Barauszahlung der Austrittsleistung möglich?

    Die Austrittsleistung der versicherten Person kann bar ausbezahlt werden, wenn einer der nachfolgend genannten Gründe zutrifft (Art. 5 FZG):

    • Die versicherte Person nimmt eine selbständige Erwerbstätigkeit auf und untersteht nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge;
    • Die Austrittsleistung der versicherten Person ist geringer als ein Jahresbeitrag;
    • Die versicherte Person verlässt den Wirtschaftsraum Schweiz/Lichtenstein endgültig und untersteht nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge;
    • Die versicherte Person verlässt den Wirtschaftsraum Schweiz/Lichtenstein endgültig und zieht in einen EU-/EFTA-Staat und ist nach den Rechtsvorschriften dieses Staates für die Risiken Alter, Invalidität und Tod nicht obligatorisch versichert.

    Weitere Informationen bezüglich der Ausreise/Barauszahlung in einen EU-/EFTA-Staat finden Sie unter www.sfbvg.ch (Verbindungsstelle).

    Ebenfalls in unserem Merkblatt unter der Rubrik Service.

  6. Lohnt sich ein Einkauf für mich überhaupt?

    Durch einen freiwilligen Einkauf in die berufliche Vorsorge erhalten Sie im Pensionsalter eine höhere Rente resp. mehr Alterskapital. Haben Sie Vorsorgelücken, die durch fehlende Beitragsjahre oder eine Scheidung entstanden sind, ist Ihre Leistung im Alter generell niedriger als dies im Vorsorgeplan vorgesehen ist. Durch einen Einkauf erhöhen Sie Ihr persönliches Vorsorgeniveau, und den geleisteten Einkaufsbetrag können Sie von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. Zusätzlich reduziert sich Ihr steuerbares Vermögen um den Einkaufsbetrag. Sie sparen bares Geld, sodass sich ein Einkauf in die 2. Säule in jedem Fall lohnt!